NEUES AUS DER SEEMANNSKISTE (aktualisiert 19.November 2014)

KILLBITE – death illusions – demotape
killbite@gmx.net, www.killbite.de, killbitte.bandcamp.com
Nach ihrer letzten 10“ gibt es endlich ein neues Lebenszeichen der Bremer/Verdener Crustkapelle. In diesem Fall noch einmal ein Demotape mit insgesamt sechs neuen Stücken. Ist die vorherige 10“ auf Break The Silence Records herausgekommen, welches auf weiteres keine Platten mehr veröffentlichen möchte, sucht man nun ein neues Label. Das der neue Stuff dabei anstatt auf CD-R lieber auf Tape gekloppt wurde, macht das ganze noch sympathischer, als die Kapelle eh bereits ist! Killbite sucht neue Unterstützung und geht mit schwerem brutalem, größtenteils auf deutsch gesungenem, HCCrust/D-Beat auf Label fang. Es sollte eigentlich kein Problem sein, Unterstützung zu bekommen, da die Songs sehr gut durchstrukturiert sind und meiner Meinung dem alten Output an Aggressivität einen drauf setzt. Wie ein schwerer Panzer mit Vollgas durch die Zertrümmerte Altstadt! Textlich geht es um klassische Themen wie z.B. Wutbürger, Lambedusa, Krieg und Desillusion! Die geballte Faust in die Fresse…alle Texte größtenteils deutschen Texten laden im Booklet mitzusingen ein!
turbotorben

INNER CONFLICT – don´t call us – wee´ll call you – ep
antikoerper-export.de, info@antikoerper-export.de, break the silence records
Maren ist der festen Überzeugung, das die Kölner Mädel und Jungs die sehr langweilige Tatortfolge Mord auf Langeoog mit Wotan WilkeMöhring und Petra Schmidt-Schaller gesehen haben. Dort geht es um einen Fall auf besagter Nordseeinsel. Während alle Langeoog-Insulaner die Folge patriotisch abfeiern, gibt es nur eine gute Szene im Film, wo eine vermeintliche ostfriesische Hauptkommissarin Nina Kunzendorf auf billigstem Plattdeutsch-Pseudodialekt „rop me ne an – we ropen die an“ (ruf mich nicht an – wir rufen dich an) von sich gibt. Fremdschämen auf höchstem Niveau! Nicht Schämen brauchen sich hingegen Inner Conflict mir ihrer don´t call us – we´ll call you 7“, welche insgesamt 4 neue melodische Songs enthält. Dabei ist melodisch relativ, da das Stück I hate your car (welches mir übrigens aus der Seele spricht) mit Carlo am Gesang durch seine kurze Prägnante Dauer etwas aus dem typischen Inner Conflict Soundrahmen fällt. Die anderen Stücke werden wie gewohnt von Jenny am Gesang dominiert und lassen vom Gesang bis zum Instrumentalen Soundtrack keine Wünsche offen. Das Cover der 7“ ist auf hartem Tonpapier gedruckt und das Silber aufgedruckte Bandlogo hat etwas vom Silberhochzeitsgeschenk. Ein feines kleines Lebenszeichen mit sozialkritischen Texten zwischen Gentrifizierung, Hippster und sonstigen vorgehaltenen Masken um unser wahres ich zu verstecken…oder evtl. gerade dadurch sichtbar zu machen.
turbotorben

THE POOR DEVILS – tower of strength – cd
www.pukemusic-berlin.de, www.facebook.com/PoorDevils
Jau….endlich einmal wieder eine Streetpunkscheibe, welche der Schublade „Streetpunk“ gerecht wird. The Poor Devils spielen Punkrock welches mich irgendwie ab und an an Rancid erinnert, allerdings dazu nen Zentner Dreck draufgelegt haben. Das die 5 Jungs dabei aus Deutschland/Würzburg kommen, überrascht dabei. Solchen Sound ist Mensch sonst eher aus dem Ami-Land gewohnt. In den insgesamt 12 Songs blitzen zudem ab und an ein paar kleine typische Hardcoreelemente auf, welches dem ganzen nicht langweilig werden lässt. In einer gewissen Art möchte ich persönlich The Poor Devils mit der damals ersten The Vaders Scheibe vergleichen, welche für mich in in der damaligen Zeit, ein ganz besonderes Album herausgebracht haben. Musik, Gesang und auch die Texte, welche nicht auf irgendwelche stumpfen Selbstverherlichungen angesiedelt sind sind, passen exzellent zusammen. Klasse Teil, nur das Cover hätte wesentlich besser sein können!
turbotorben

URINPROBE – hetzjagd – tape
urinprobe-punk@web.de
Deutschpunk aus Vechta, welche nach ihrem Demo nun ihr offizielles Output herausbringt. Für ein Vinyl hat es Kohletechnisch nicht gereicht, daher ist es ein Tape geworden. Dieses finde ich persönlich klasse, da der raue 80er Jahre Sound, welche die Band hier versprüht, dadurch besser zur Geltung kommt! Seitens des Gesangs und der allgemeinen Aufnahme hätten Urinprobe ohne weiteres auf den Kulturshock Sampler von Taktlos Täpes vertreten sein können. Zwar wird bei den insgesamt 10 Liedern das Rad nicht neu erfunden, dennoch hat es gerade daher den gewissen Charme. Wer auf Deutschpunk der ersten Toxoplasma, ChaosZ, Zerstörte Jugend, Tin Can Army, Malinheads und RAF-Gier steht, sollte hier auch seine Freude haben. Lim auf 125 Stück!
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DIE DORKS – duschen auf staatskosten – cd
www.diedorks.de , www.sn-punx.de
Auf dem schweriner Punklabel SN-Records ist die neue dritte Cd der bayrischen Kapelle Die Dorks erschinen. Sängerin Lizal gehört mit ihrer markanten bayrisch angehauchten Stimme definitiv zu meiner Lieblingssängerin im Deutschpunkbereich! Früher hatte sie übrigens im Musikantenstadl-Milieu mitgewirkt, hat allerdings ihren Ausstieg geschafft und sich dem allgemeinem Pöbel angeschlossen! Die neue CD besitzt 14 sauber produzierte Lieder bei einer Länge von insgesamt knapp 67Minuten. Dieses wirkt auf dem ersten Blick ziemlich lang und hätte meiner Meinung innerhalb der einzelnen Songs etwas kürzer sein dürfen. Allerdings besitzen die neuen Songs mehr Tiefgang als auf der vorherigen Scheibe, welche mir teilweise zu aufgesetzt rucki-zucki Assi-Punk herüberkamen. Zwar finden sich keine Wiebusch/Kettcar Texte, doch die ganzen Liedstrukturen wirken ernsthafter ohne wiederum den leichten sog. Gosseneinschlag zu verlieren. Gegen Staat, Biergetränkte Deutsche, Resignation und für Flaschenpfand….mit ihrer dritten Scheibe bleiben Die Dorks weiterhin die dreckige Saat im BRD-Staat und ich hoffe weiterhin die Kapelle irgendwann einmal auf ein Punkerplatz Konzert in Oldenburg sehen zu können!
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HUMAN PUNK – buch
140 seiten, 15 euro + porto, amazone oder besser kontaktadresse auf nachfrage
For Real steht auf dem Buchcover und ist das komplette inhaltliche Programm der darauf folgenden Seiten! Es gibt massig Buchlektüre zum Thema Punkrock. Die meisten beziehen sich auf den vermeintlichen wahren Punkrock mit seinen Anfängen von Sex Pistols, Clash usw., dem DDR Punk oder den C-Promi Protagonisten von Ben Becker und Co. Keines wird dem gerecht und langweilt fast ausschließlich mit altem Geseier, das früher alles besser war und Punkrock nach deren ersten Erscheinungswelle inhaltlich gestorben sei. Das dieses nicht stimmt beweist das Buch von Marco (Kutter) Thiede, welcher in Bremen-Nord aufgewachsen ist und nun seit kurzem in den Staaten lebt. Im Gegensatz zu den meist anderen Punkrock Buchautoren, steht Marco noch immer mitten im Punkrockleben und darf zurecht behaubten: Stay Human – The Punk goes on! Das komplette Buch ist gefüllt mit kleinen, ohne Umschweifen und verschönerten Anekdoten aus seiner persönlichen Bremer Punkzeit, angefangen 1976 bis heute. Dabei wird eher der Mittelfinger anstatt den Zeigefinger hochgehalten. Bei seinen Geschichten liegen gut und böse, Hoffnung und Leid dicht beieinander. Von persönlichen familiären Inhalt, den wahnwitzigen sowie klaren Aktionen der Bremer ASL (Anti-Skinhead League), Liebe und Tod. Human Punk ist locker geschrieben, bringt Laune und ein wenig Selbstreflektion, was der Begriff Punk für ein selber bedeutet. Endlich wieder ein Schmöker von Punkrocker für Punkrocker!
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THE GRABOWSKIS – 1977 vinyl
http://morepunkthanyou.blogsport.eu
Yeah…..Taubenzüchter Deutschpunk mit deutlichem Wizo, Alarmsignal und Rasta Knast, Einschlag auf 45 Umdrehung, sowie einer gehörigen Portion Arschtritt. Garniert mit etwas Folk (Get out of my way) und SkA/FunPunk (der Lustige Psychopath). Das ganze kurz und knackig mit sozialen und politischem Inhalt! Eine wirkliche Fett produzierte, abwechslungsreiche (500lim. Inkl.Downloadcode) Scheibe mit frischem musikalischem Wind, welches ich bei sehr vielen anderen Deutschpunk (?) Kapellen vermisse. 15 Songs (5x englisch- 9x deutschsprachig und nem Intro obendrauf) welche sich definitiv lohnen!
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FRANTIC FLINTSTONES – lost highway 7“
www.klabautermann-records.de
Frantic Flinstons wurden 1986 vom Sänger Chuck Harvey gegründet und kommen aus England. Sie sind trotz diverser Umbesetzungen einer, wenn nicht sogar die, dienstälteste Psychoband überhaupt! Anstatt allerdings in Rente zu gehen haben Frantic Flinstons mit dieser 7“ ihr 16tes Output herausgebracht. Das ganze ist auf 500 lim und darauf befinden sich zwei klassische Psychobilly Songs, eine (Lost Highway) Psycho angehauchte Ballade sowie ein Neon (gibt es das Word in der PsychoSzene überhaupt?) Psycho Song (Coot), welcher musikalisch/stylisch ein wenig aufgefrischter wirkt (ohne die anderen Songs in den Hintergrund stehen bzw. wirken zu lassen!). Der Sound ist durchweg erste Sahne und der Kontrabass rotzt deutlich zu hören seinen Basslauf durch die Tracks. Old Psychos never die! P.S.: Die Scheibe kommt im weißem Vinyl inkl. Downloadcode!
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HÖRINFARKT – abhörskandal – cd
www.pukemusic-berlin.de
Deutschsprachiger midtempo Gutelauneskapunk welcher mir trotz ein paar sozialkritische und spielerische Ansätze nicht zu überzeugen weiß. Die Scheibe wirkt mir zu glatt und ich vermisse den Dreck an den Nadelstreifenhosen der sieben Jungs aus Dessau-Rosslau. Das Cover (Oberschwester (?) wird an der Brust durch ein Stethoskop abgehört) mit dem geistreichen Namen AbhörSKAndal ist genauso unwitzig wie einige Liedtexte der Kapelle. Wer´s mag ist ok, meine Tasse Tee ist es nicht!
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BOOTSKADAVER – the original soundtrack – cd
www.pukemusic-berlin.de
Bei Bootskadaver handelt es sich um ein 4 Track CD zum gleichnamigen low Budget Action-Kurzfilm. Allerdings scheint der Film nach meiner Internet Recherche noch nirgends veröffentlicht bzw. Uraufgeführt worden zu sein. Schade, da sich der Inhalt sehr interessant anhört (Lukas und Bernd erleben erleben einen sonnigen Tag im Spreewald. Doch ein Müllsack ändert schlagartig alles.) Hauptaugenmerk auf dieser Cd ist Labsklaus, welcher den Haupttrack inkl. Instrumental Version spielt. Liedermaching angehaucht, mit einem Metapher Text über Fische an nem Haken mit nem Köder und nem Boot. Die Melodie geht inkl. Text richtig schön ins Ohr und hat absoluten melancholischen Ohrwurmcharakter. Hätte gerne auf Vinyl ep herauskommen dürfen! Die zwei weiteren Stücke kommen von Joscha Baltes mit dem Song Polka Nuevo (Orgel inbegriffen) und Smith & Smart – Fernab der Stadt (AlternativTechno haste nicht gesehen). Ob die CD nun wirlich jemand braucht, zumindest bevor man den Film gesehen hat…ich weiß nicht!? Der Titeltrack gefällt auf jeden fall richtig gut!
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KITT WOLKENFLITZER
antikoerper-export.de, info@antikoerper-export.de
Nimm Pascow, mische sie kräftig mit Disco//Oslo und herauskommt ein komplett eigenständiger Sound, welcher von der Band Kitt Wolkenflitzer aus Oldenburg gespielt wird. Als ich den Bandnamen zum ersten als Vorband von Emo-Klopper auf deren „Save The Children“ Reunion Tour hörte, musste ich unwillkürlich an Hamburger Schule ala Kettgar denken. Allerdings weit gefehlt. Melodien welche sofort vom Kopf ins Bein gehen anstatt betroffen vor der Bühne zu stehen. Es war damals einer der ersten Konzerte von den Wolkenflitzern und sie konnten mich sofort begeistern! Seitdem habe ich immer gehofft, ihre Songs einmal auf Vinyl im Schrank bzw. auf dem Schallplattenspieler zu haben….und hier ist sie….12x deutschsprachigen Punk mit Tiefgang ohne kryptische Sebstbeweiräucherung. Das ganze im klarem Sound ohne Überlänge und sonstigen Brimborium. Zudem kann ich bestätigen, das es sich bei den vier Wolkenflitzern um sehr sympathische Leutz handelt….danke Emo-Klopper, danke Kitt Wolkenflitzer!
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DIE BILANZ – rock´n´roll klub schmöcke – lp
antikoerper-export.de, info@antikoerper-export.de
Die Bilanz aus Hannover kommen mit ihrem dritten Longplay um die Ecke. Voll bepackt mit einer Mischung aus satten vierzehn 80er Deutschpunk, Rockn´n´Roll und Humpa auf Speed Stücken. Dazu Texte mit Selbstironie und klarem Blick auf die Umwelt und besonders die eigene Szene, welche auf den Punkt gebracht werden. Man hört deutlich heraus, das die Musik im Laufe der Veröffentlichungen von 80er Deutschpunk Richtung Rock´n´Roll/Psycho angehauchten Sound geht. Dieses tut der Band keinen Abbruch, sondern drückt eine frische Priese in die Segeln. Tanz- sowie Pogotauglich und gerade live in der Hüttr ein Garant für gute Punkrockstimmung…Danke sehr – bitte sehr!
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PHALLUSKULT – notaus – cd
www.phalluskult.de, info@phalluskult.de, www.facebook.com/phalluskult
Phalluskult kommen aus Coburg und haben in keinster weise, wie der Name anfangs vielleicht vermuten lässt, etwas mit Pornogrind oder ähnlichen Schmodder zu tun! Hier wird zwar ordentlich mit einer Portion Gitarrensolifreien Deathmetal gegrindet und dem ganzen ein wenig D-Beat/Crust beigemischt, doch alberne und sexistische Texte sucht der/die HörerIn (zum Glück) vergeblich. Bei Phalluskult geht es um politisch/soziale Inhalte, welche im äußerst fetten, brutalen aber dennoch sauber und absolut druckvollem gespielten Soundgewand verpackt sind. Die deutschen Texte sind trotz der rohen Gewalt im typischen Death/Grind Gesang gut verständlich. Insgesamt gibt es 15 Stücke in knapp 41 Minuten. Phalluskult wirkt mehr als nur sympatisch und schafft einen sehr guten Spagat zwischen typischen Deathmetal und polit-Grind/Crust. Wer auf Audio Kollaps, Document6, Bluntshit etc. steht, sollte der Kapelle unbedingt einmal seine Aufmerksamkeit schenken.
Turbotorben

Couchdivers – change your frequency cd
antikoerper-export.de, info@antikoerper-export.de
Mich für neuere Hardcorekapellen zu begeistern ist ehrlicherweise nicht unbedingt leicht. Das meiste in letzter Zeit gehörte, erinnerte mich dann doch eher, an für mich, belanglosen Metalcore etc.. Bei der aktuellen Couchdivers bin ich allerdings sofort gewillt, mir die Hannoveraner einmal (wieder) live anzuschauen. Ich finde die zweite Scheibe im Gegensatz der schon guten ersten CD um Längen besser und ausgereift sowie abwechslungsreicher. In den 11 Stücken finden sich kleine Sigalongs und Streetpunkangehauchte Parts wieder, welch nicht wie bei peinliche BostenHC Kapellen, aufgesetzt wirken. Sänger Nils rotzt seinen Gesang zum Teil zweistimmig heraus und beweist durch seine Jahrelangen Erfahrungen in verschiedensten Bands, das Mensch in Hardcore Combos nicht unbedingt böse growlen muss. Alle Stücke gehen fix rein und werden durch exzellenten Sound und Backingvocals unterstützt. Klasse Scheibe der u.a. ehm. Ostfriesen!
turbotorben

NERVOUS ASSISTANT – demotape
www.sabotagerecords.net, nervousassistand@sabotagerecords.net, nervousassistant.bandcamp.com
Eines vorne weg, das Demo kommt auf Tape, steckt einer kleinen d.i.y. Coverhülle und ist mit einem Textblatt versehen. Das gibt schon einmal einen Sonderpunkt in der Katergorie „Das Auge hört mit“! Musikalisch pfeffert die Bremer Kapelle, old School angehauchten HC-Punkrock aus den Boxen. 8 Tracks kommen ungeschliffen/ungehobelt und trotzdem sauber gespielt daher und versprühen so eine große Portion Rotz! Hier werden schwarze Röhrenhosen getragen und die Gitarren hängen tief. Dazu ein Sänger, welcher herumtanzt/springt wie Jello Biafra zu seinen besten Zeiten. Kopfkino pur zum besten Soundtrack! Auf jeden Fall eine ganz andere Schiene wie WWK, Lost World, Revenge, Petrograd, Doomtown, Koyanisqaatsi, Golgatha, Aggra Makabra, Karacho, Gorilla Beerkids….wo die Nervous Assistant-Bandmitglieder vorher gespielt haben (und zum Teil noch spielen). 80er HC-Punk never die – gut so! Die Kapelle ist im übrigen für Spritkohle, immer gerne bereit, das Wohnzimmer etc. in ein Tollhaus zu verwandeln!
turbotorben

VOODOZER – war-maschine – cd
www.voodozer.der
Acht midtempo Rock´n Rumble-Roll mit einer Priese Schweinerock, gepresst auf einer CD. Voodozer kommen aus dem Oldenburger Land und sind bereits etwas länger unterwegs. Nun kommt endlich ihre erstes Output. Ich durfte mir die Band bereits einmal live anschauen und kann bestätigen, das die Kapelle auch optisch sehr gut zur Musik passt. Bei 35 Min. Laufzeit gehen die Lieder zum Teil etwas länger, was hier allerdings nicht unbedingt stört. Die markante Stimme von xy sticht deutlich heraus und trifft trotz seiner leichter Reibeisenstimme jeden Ton haargenau und hat definitiv einen Wiedererkennungswert. Musikalisch ist Voodozer in ihren Songs teilweise sehr verspielt ohne das es unbedingt nervt, sondern dabei eine gewisse fast dunkle Atmosphäre aufgebaut wird. Der Sound ist glasklar und Fett produziert, die Texte handeln vom Alltäglichem dunklem Leben einer einsamem Seele etc.. Die Scheibe ist auf jeden Fall geeignet mit einer Flasche Whiskey auf dem Sofa zu sitzen, mit dunklem Blick auf die Wand zu starren und zu Wissen das das Leben ein emotionaler Scheisshaufen ist!
turbotorben

KAVALIERTSTART – Mofapunk – Cd/7“
rocknrumble@web.de, www.mofapunk.de, www.punk-booking.de
Es gibt sie, die 2 Takt Rocker mit 25 bis 50km/h. Sie nennen sich u.a. die Kobras (Moers), Heiße Kette (Steintor/Bremen) oder 51% Smallframe (Harlingerland) und bekommen nun mit der Kavalierstart Kapelle aus Flensburg den passenden Tuning Soundtrack unters Blech! Nach dem geilem Rocko Schamoni Intro geht es insgesamt 7x ab wie eine Puch-Maxi mit Rückenwind. Mofafahrer an die Macht,, Mofa-Love und Reih dich ein, Freiheit, Mofaboys…..sagen bereits aus, wohin die Fahrt mit Dosenbier am Hals und Kippe zwischen die Fingern geht. Absolut pogotauglicher Mofapunk fernab von vermuteten Funpunk ala Frolix, Tauben und sonstigen unlustigen Scheiss. Hier wird knallharter Mofagangpunk gespielt, wo auch die Flensburger Bandkollegen von Panzerband einen Seitenhieb mit abbekommen. Entweder auf Cd sowie auf 7“ (schwarz oder rotem Vinyl inklusiven klassischem, old school, großem Loch mit Adapterstern!!!!). Dazu noch jeweils 2 Aufkleber, besser geht nicht! Absolut geile d.i.y. Mofapunkvideos zu u.a. weiteren Songs einfach einmal youtube Kavalierstart gokeln :-)
turbotorben (Kavalierstartsupporter)

MO!N – unsere Strassen – 7“
www.klabautermann-records.de
Hier Rumpelt es ordentlich im Gebälk und Ost Oi-Punk ala Reich & Schön etc. lassen grüßen! Der Bandname läßt es bereits erahnen, das es sich hier um eine ostfriesische Kapelle handelt (bei einer Schleswig Holsteinische Combo hieße der Name Mo!n Mo!n !!!! – d. Tipper). Mit Titeltracks wie Unsere Strassen, Pogorausch, Die Geilsten sowie Moin, läßt vor dem hören wissen wohin die Reise geht. Auf den rauen nasskalten Straßen von Emden, wo die Freundin weggelaufen ist und die Sorgen im Bier erträngt werden etc.. Die rote kleine 4 Track Scheibe kommt limitiert inkl. Aufkleber und Downloadcode, wo irgendein Flakhelfer letzteres im 88er Forum zum Download angeboten hat um seine Kameraden mit guter stolzer Oi Musik zu versorgen. Allerdings hat er nicht bedacht, das im Download extra Songs enthalten sind, wo unter anderem das Lied Eichenliebe hinterlegt ist, welches sich eindeutig gegen rechte Spinner richtet! Auf jeden Fall spielen Mo!n solider Oi-Skin/Punk, wo mir allerdings irgendwie der instrumentale Kick und der Sigalong fehlt. Ist allerdings nicht wichtig – Biertrinken ist wichtig. In den 90er wären se als Ostkapelle auf dem Grüße von der Ostfront Sampler draufgewesen, nu wißt ihr bescheid!
turbotorben

CHOKING REVENGE – …in your face – cd
www.pukemusic-berlin.de
Wow….richtig guter englischsprachiger Streetpunk mit mehr als eindeutigen Psycho/PunknRoll Einfluss. Daher haben die OberÖsterreicher sich ihre Sporen sicherlich als Vorband von u.a. Demented Are Go, The Bondes, The Creepshow, V8 Wankers verdient. Nach ihrer Depüt ep „Fame and Fortunde“ nun der erste Longplayer mit insgesamt 11 Songs. Dabei fungieren Sucker von Bad Co. Project/Oxymoron sowie Richy von Boodsucking Zombies from Outer Space für jeweils einen Song als Gastsänger auf dieser Scheibe. Den Rest übernimmt Sänger Foeny mit seiner angenehmen Rotz´n Roll Stimme. Schöne Melodien, die sich in keinster weise wiederholen inkl. einer Portion Arschtritt! Ob mit heruntergelassener Seitenscheibe im Auto, cool auf dem alten Damenfahrrad von Oma oder mit der Flasche Bier am Kiosk….wer auf guten Street Punk´n´Roll mit klarer Politisch/Sozialen aussagen steht, sollte hier auf alle Fälle mal sein Ohren hineinhalten!
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CRUSHING CASPARS – fuck the wourld – no regrets – cd

www.pukemusic-berlin.de, www.crushingcaspars.de
6 neue Crushing Caspars Songs in knapp 15 Minuten, warum wird da keine kleine vinyl 7“ gepresst? Hapert sicherlich an den Kosten!?! Nun gut, die 6 Songs gehen fix ab wie ein Zäpfchen und ballern mir ne Portion angepissten 90er Jahre Hardcore durch die Boxen, als solch Vollhonks den „ich schlage dir auf die Fresse“ Moshpit noch nicht erfunden hatten. Raus aus der Mucki-Bude, Tennissocken ausgepackt, Rücken flink mit Tinte vollgetackert, die neue Crushing Caspars in den Cd-Player und ab auf dem heimischen Wohnzimmer Moshpit….oder am besten mal lecker direkt auf deren Livekonzert ohne nervenden Metalcore gepose! Kurzweilige Hardcorescheibe, wobei die Texte im Booklet anhand der Schriftgröße nicht Altherrengenrecht ist…..darauf sollte die Kapelle achten, den sie ist halt selber nicht mehr die jüngste!
turbotorben

CHICKEN´S CALL – st – lp
gasrecords@gmx.net
10x feinster, melodischer Punkrock aus Frankreich! Gesungen wird in Landessprache und im Gegensatz ihres vorherigen Outputs, welche nach meinen Ohren stellenweise musikalisch mehr Richtung R.A.S.H. Sound ala Brigada Flores Magon etc. ging, geht es nun hier etwas ruhiger und weniger aggressiv zu. Gesang- und musikalisch geht man die Lieder nun etwas melodischer an, was natürlich zu französischer Sprache im allgemeinen passt. Der Sound ist gut abgemischt und da es sich sich hier um ein Trio handelt, sind die einzelnen Instrumente in keinster weise überladen, da die Gitarre nicht übermäßig verzehrt daherkommt und untereinander sehr abgestimmt sind. Brigada Flores Magon trifft sich mit LaFraktion und Jeunesse Apatide und fertig ist Chicken´s Call!
turbotorben

HIRNSÄULE – no dogma, no dogs – lp
martin.mauritz@gmail.com, http://www.osnanet.de/skleina/
Wat ne Scheibe….old school Ami-Hardcore ala Dead Kennedys! Ich habe Hirnsäule aus Osnabrück/Bremen bereits diverse male live gesehen und sie gehören neben Inside Job zu meinen Favorisierten Bands, welche mich musikalisch sowie als optische Livedarbietung in die 80er katapultieren. Absolutes Gänsehautfeeling, was Hirnsäule 1:1 auf ihrer neuen Scheibe gepresst haben. Politisch und Sozialkritische Texte über die Flüchtlingsproblematik, südamerikanische Militärdiktaturen, Liebe, Dresscodes und Dogmen…..gesungen auf englisch und spanisch. Dazu kommt, dass das Vinyl auf 200 (100 gelb/100 orange) lim., einseitig bespielt und die Rückseite mit Siebdruck versehen ist. Texte liegen neben d.i.y. Aufkleber bei und auch das Cover ist feinster Siebdruck. Mindestgebot für die Scheibe liegt bei 10 Taler + Porto, wobei bei so viel d.i.y und Liebe, welches dort hineingesteckt worden ist, einen Fünfer oben drauf gegeben werden kann! Hier passt alles, Musik, Optik und das was bei den Jungs im Kopp is! 100 Punke für die Musik und 100 für den d.i.y Faktor obendrauf!
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KLABAUTER KLADDE #1

40 seiten DINA4, 2 euro + porto, kladde@klabautermann-records.de
Das neue Zine aus dem Herzen Ostfrieslands hat es mit der ersten Ausgabe leider etwas hart getroffen. Einmal outet sich Cover Girl Aggro Püppi kurz nach dem erscheinen des Fanzines als rechte Braut und marschiert neuerdings gerne auf NPD Demos mit, zweitens kommt heraus, das Fotografin Britta Oelschläger aus Hannover, welche eine Anzeige im Heft geschaltet hat, gerne auf rechte Großevents herumtanzt! So kommt das Cover etc. in zensierter Version daher. Inhaltlich geht es im neuen Zine um die Subkulturelle Szene von Oi, HC, Psycho und Artverwandten. Interviews mit Moin, Curb Stump, Jonny Nightmare und Rampires. Letztere hatte ich live vor Jahren unter den vorherigen Namen Godzilla Flip gesehen und nach deren Umbenennung im Netz etc. leider nie wieder gefunden. Dazu gibt es Reviews und Konzertberichte, welche allerdings älter sind. Das liegt daran, dass das Zine etwas länger bis zum erscheinen gebraucht hatte. Man hätte allerdings die älteren Konzertberichte weglassen und durch ein/zwei persönliche Gedanken austauschen können. Die Interviews sind gut geführt, optisch kann das ganze allerdings ein wenig mehr sortiert werden (Bandlogo oder ähnliches vor beginn des Interviews, um das ganze einfacher abzugrenzen, übersichtlicher und leichter den Anfang des Interviews zu haben/finden). Ansonsten ein feines Zine aus der Nachbarschaft mit coolen Namen und Lust die Szene am leben zu halten!
turbotorben

TRY TO WAKE UP WITH A SMILE ON YOUR FACE # 5 & 6
48 seiten DINA4, posicore@bearenhor.de
ChriZ kloppt sein Zine einmalig in DinA4 Doppelnummer heraus….ein verdammt schick aufgemachtes Teil. Das schöne an dem ganzen, das im Gegensatz zu kleinen DinA5 Heften wesentlich mehr fürs Auge bleibt ohne verschwenderisch zu wirken. Zudem, das es sich hier um ein copy & paste Zine handelt und nicht steril auf Hochglanz daherkommt. So macht dieses 4er Blättchen sehr viel Spaß, besonders wenn es zudem Inhaltlich gelungen ist. Dadurch, das ChriZ zum zweiten mal Vater (Tochter + Sohn) geworden ist, kann er sehr gut die bereits in der Kindheit vorgegebene Genderrolle inhaltlich wiedergeben bzw. zu hinterfragen und hat ein genaues Gespür für die kleinen Widerwärtigkeiten unserer Mitmenschen zu u.a. diesem Thema. Dieses wird zudem noch einmal beim Skate Girl Skate Bericht von SonniX aufgegriffen. Weiter gibt es eine wirklich sehr lustige Geschichte „Ruhrgebietsverbot“ von Mika R., welche sich fast inhaltlich hier oben im Norden der 90er öfteren abgespielt haben könnte (bzw. hatte). Eine sehr großes Augenzwinkern an die Straight Edge Szene! Die zweite Hälfte des Zine ist auf englisch und befaßt sich u.a. mit der Grauzone Oidiotism „Saint & Sinners“, Martens Army“ und ähnliche Fackeln! Zudem gibt es ein Interview mit Michelle Olaya (XstrengthcourageX Zine ) über Punkrock, Kinder und das leben in Bavaria….einen Artikel über Zine Workshop, bissl Fußball un klor is de Düppelnummer!!!! Fazit: lockere Schreibe, Themen und Interviews welche Interessant sind, klares politisch/soziale denken sowie ein Gespür für Ästhetische Copy & Paste Handhabe – bitte weiterhin DINA4!!!!!
turbotorben

MIND THE CAP#14
80seiten DINA4, 2,50euro + porto, gierfisch@gmx.de
Mit den Eastside Boys, Skeptiker, The Busters, Genetiks, Arrested Denial, Die Perlen und einem Gespräch mit Stephan Mahler zu Slime und Reunions im allgemeinen, begeistert mich die neue Ausgabe es Mind The Cap aus Hamburg. Mein absolutes Interview Highlight ist allerdings Thomas Kuban (Blut muss Fliesen). Den Film selber habe ich damals als einer der ersten bei der Filmvorführungstour gesehen, hatte mich aber weniger vom Hocker gehauen als viele Otto Normalseher. Dieses lag allerdings daran, das ich mich mit der Neo-Nazi Thematik bereits seit Jahren intensiv auseinandersetze als meine Mitseherinnen im Kino. Das Nachträgliche Live interview mit dem per Video zugeschalteten T.Kuban fand ich anhand der damals vom Moderator gestellten Fragen sehr oberflächlichen. Nun werde ich nachträglich entschädigt, da sich inhaltlich mit dem ganzen drumherum und dem Leben des T. Kuban im Interview auseinandergestzt wird! Ein rund um gelungenes Heft in professioneller schwarz/weiß Aufmachung, welches es trotzdem schafft nicht in das Fahrwasser vermeintlicher Mainstreamhefte und deren negativen Schattenseiten (oberflächliche/kurze Interviews etc.) abzudriften. Wat mud dat mud…wiede so!
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PROUD TO BE PUNK#19

80seiten DINA5, jan.sobe@t-online.de
Einer der wenigen d.iy. Fanziner, welcher sein Heft regelmäßig herausbringt ist der gute Jan aus Sachsen. Punk Has No Borders – Tear Down Fortress Europe lautet seine diesmalige Unterschrift des Covers, welches in Zeiten wie dieser, wichtig ist wie noch nie! Politisch, persönlich, informativ, sowie mit (meiner Meinung) exzellenten Musikgeschmack. Von den schwarzen Schafen über Profit And Murder. Dazu gibt es eine ausführlichen Reisebericht mit vielen Sehenswürdigkeiten (inkl. Adressen) nach Wien. Dabei bekomme ich sogar Lust dieser Stadt einmal einen Besuch abzustatten. Dieses hätte ich vorher zu 100% abgelehnt, da ich mit Wien bisher nur den unverständlich nuschelnden Hans Moser und der ollen Romy Schneider (Sissi) assoziiert habe! Weiter gibt es einen sehr ausführlichen Tourbericht von Kommando Kronstadt/Los Rezios (in erstere Kapelle sitzt Jan am Schlagzeug). Politisch geht es mit dem Hintergrundwissen zum Eisernen Kreuz und der Geschichte der Apartheid zur Sache. Diese sind sehr ausführlich und locker geschrieben, so das es (alleine der Thematik wegen) sehr viel Spaß macht, mein Wissen aufzufrischen bzw. zu erweitern. Es wäre einfach zu schreiben, das das Proud To Be Punk ist wie gewohnt einmalig ist….damit würde ich dem Jan allerdings nicht gerecht werden. Seine Zines sind nicht wie gewohnt, da gerade jede Thematik, welche Jan aufgreift gut recherchiert und inhaltlich nachvollziehbar sind. Gespickt mit persönlichen Gedanken und Hasstriarden, ist dieses Zine wesentlich mehr als viele Punkrockblätter am Kiosk und besser als jedes Schulbuch!
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UNDERDOG#43
76seiten DINA5, www.underdogfanzine.de, 2,50euro + porto
Ein tiefgründiges Underdog Spezial zum Thema Patriarchat, Gender etc.. Dabei wird mit Sookee (HipHop), Manuela von der Crust Kapelle Finsterre, Marion Schulze (Mädchen im HC) sowie Heike Radvan zum Thema Gender und Rechtsextremismus gesprochen. Zudem wird die Thematik der Männlichkeit innerhalb der Antifa beleuchtet. Durch die Interviews wird das aktuelle Bild des Patriarchat innerhalb unser Szene gut wiedergegeben und sollte vielen (Männer und Frauen) zur Selbstreflektion animieren. Nur durch ständiges ändern/weiterentwickeln unseres Denkens können stare Szenegrenzen aufgebrochen/verändert werden. Das es bei der ganzen Thematik auch negativ Punkte im Umgang untereinander (wie Mackertum „beider“ Seiten!) gibt, wird leider ein wenig ausgeblendet. Das liegt sicherlich daran, das solch Situationen/Beispiele spontan auf Konzerten/Partys entstehen und direkt erlebt werden müssen. Dieses tut dem Zine keinen Abbruch. Gerade durch Fred Underdogs Themen tägt er mit dem Zine zur Politisierung/Sozialisierung unserer Szene bei, ohne das Mensch irgendwelche schwer verdauliche, dicken, verstaubten Wälzer von irgendwelchen Professoren/Innen außerhalb unserer direkten Subkultur lesen muss. Es gibt halt mehr als reine Spaßkultur auf Teufel komm raus!
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INFLUENZA #4
52seiten DINA5, www.mailorders.de
Ronja kloppt mit ihrer vierten Runde des Influenza Zines eine Spezial Nummer zum Thema Vokü heraus. Das heißt, das in diesem Heft massig Vegane Rezepte ab 30 Hungrige Mäuler zu finden sind. Unterteilt ist das ganze in Eintöpfe, Nudeln, Kartoffeln, Gnocchi, Reis mit Scheiss, Suppen und Aufläufe. Dazu ein Statement zur Vokü/Bandessen im allgemeinen…gespickt mit lustigen Geschichten von Plastic-Bomb Michas Vergangenheit als Koch und Ronjas Weihnachtsgeschenkalbtraum. Alle Rezepte sind schlicht und einfach (und lecker!) gehalten bzw. geschrieben, so das auch ich mich einmal an den Kochtopf trauen kann. D.i.y. Kochen macht halt mehr Spaß als Rezepte aus dicken Kochbüchern von Bertelsmann und Co.. Das Zine ist für jede/n Hobby/Profi geeignet, welche großen Besuch erwartet, Bands verköstigen möchte oder einfach einmal den Löffel im Topf des lokalen AZ etc. rühren möchte – extreme lecker Zine!
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PASCOW – diene der party -lp
www.tanteguerilla.com
Die Erwartung war enorm hoch! Können sie den Standard halten, evtl. sogar toppen? Ja sie können und haben sich ihre Messlatte für die Zukunft absolut hoch gesetzt! Pascow haben mit ihrer neuen Scheibe das geschafft, was andere Bands mit 9 Veröffentlichungen nicht schaffen. Grandiose Songs ohne sich musikalisch zu wiederholen und trotzdem erkennbar zu bleiben. Die Texte sind im Gegensatz zu ihren vorherigen Outputs kryptischer geworden, lassen allerdings viel Spielraum für eigene Gedanken. Dabei verlieren sie sich nicht in Hemisphären wie Bands der alten oder neuen Hamburger Schule! Mein absoluter Lieblingssong dieser Scheibe ist „im Raumanzug“, da er mich musikalisch dermaßen von der Gitarrenmelodie/Keyboard/Synty flasht, wie seit langen nicht mehr.
An zweiter Stelle (welche ich mir am allerliebsten in diesem schneeweißen Vinyl ankreuzen würde) ist „Zwickau sehen und Sterben“, obwohl, gestorben wird gefälligst im Norden – basta! Anzumerken sei noch, das die Instrumenten einzeln sehr gut herauszuhören und nicht wie wie manch andere Kapellen z.B. die Bassläufe verloren gehen, bzw. kaum herauszuhören sind.
Pascow haben mit ihrem 15 Track Album inkl. Textheft sowie Downloadcode eine großartige Nachfolgescheibe herausgebracht und wie oben bereits erwähnt ihre zukünftige Messlatte ganz nach oben geschraubt. Sei es drum, Pascow spielen zu wenig im hohen Norden – das muss sich noch ändern!
turbotorben

VLADIMIR HARKONNEN – into dreadnought fever -lp
break the silence records, gasrecords@gmx.net
Hier bin ich einmal wieder überfordert ein sachliches Review zu schreiben. Eigentlich würde es reichen, wenn ich folgende Zeilen eintippe: Kauf euch die geile Scheiße – fertig aus! Damit werde ich der Kieler Kapelle allerdings nicht gerecht. Daher werde ich ein wenig ausholen, während sich die Scheibe, welche so blau wie die Norddeutsche See ist, zum x-ten mal seine Runden dreht. 12 Kracher zwischen Thrashmetal, Hardcore und Streetpunk auf 45 Umdrehungen! Der Gesang von Phil­ipp ist unverkennbar rauh, während sich teilweise melodische Backgroundchöre, wie zu z.B. bei meinem Lieblingsstück „perfect storm“, mit einfügen. Beim Refrain Backgroundgesang des Titelstücks muss ich ein wenig an Turbonegros Prince of Rodeo denken. Der Sound ist extrem wuchtig aufgenommen und rotzt einem mit seinen Nackenbrecherischen Gitarrenmelodien das Hirn ordentlich an die hintere Schädelwand. Zur ihrem alten Vorgängeralbum
Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading zeigen Vladimir Harkonnen eine deutliche Steigerung.
Die Texte sind allesamt sozial/politischer Natur und benötigen hier keine weiteren Worte (kurze Statements zu den Texten stehen im Klappcover) . Die Scheibe kommt in schicken Blauen Klappcover mit allen Texten, einem 70 (!) Seitigem Konzerttagebuch der letzten (seit bestehen von Vladimir Harkonnen) 7 Jahren, sowie einer CD! Hier gibt es ordentlich Druck aus den Boxen in liebevoller Aufmachung für wenig Geld! Ob Hardcorepunker oder Krachmetaler….die Scheibe ist ein muß! Selten habe ich so eine Spielfreude gehört, welche sich direkt auf die Konserve einbrennt – live muß die Kapelle ein Hammer sein!
turbotorben

ARSCH DIE BAND – demo ? + 3
www.facebook.com/arschdieband
Egal welche der beiden CDs ich mir anhöre….ich schaffe keine komplett durch…schlechteste Proberaumaufnahmequalität mit unstrukturierten Sound und (nichtssagenden/Texte)Gesang. Punk muss nicht heißen, ein Instrument spielen zu können…aber hier ist „dieses“ nicht einmal der Fall!
turbotorben


EINSTURZ – deutschland friert -cd

https://www.facebook.com/einsturzpunkrock
Eine neue Cd der Punkrockcombo aus Vechta. 12mal politischen Deutschpunk mit klaren Ansage zur Lage der Nation/en. Die Songs kommen melodiös mit klaren Gesangslinnen daher. Am Anfang dachte ich mir, die Songs könnten für meine Ohren, streckenweise wenig mehr Geschwindigkeit bzw. Rotz vertragen. Dieses ist allerdings totaler Quatsch, den umso öfters ich die Scheibe höre, umso mehr merke ich, wie die Songs nach vorne gehen und sie mir gefallen. Dieses ist u.a. darauf zurückzuführen, dass der Sound sauber abgemischt ist und die Songs eingängige Melodien besitzen, sowie der Inhalt der Texte u.a. über sozial Neid, Missgunst und der Situation im kalten Deutschland, wiedergegeben wurde. Einsturz haben definitiv Wiedererkennungswert und gehören eher einmal mehr ins Radio als die nichtssagenden Quotenrocker von Toten Hosen und Konsorten!
Wer auf die neue Popperklopper etc. steht, sollte hier definitiv einmal seine Ohren offenhalten.
turbotorben

PLANNER – canada is the reason – lp
planner.bandcamp.com, planner@brueckentick.com
Allein wegen dem beiliegendem Aufkleber, ist diese Scheibe ein sehr gutes Ostergeschenk! Planner kommen nach ihrem Demotape nun auf Vinyl daher und rotzen mir über Moment of Collapse Records insgesamt 12 rotzige, englischsprachige, Gitarrenpunkstücke um die Ohren. Mal ein klitzeklein wenig emotional wie zu Turbostart Zeiten etc., danach wieder kämpferisch nach vorne gekloppt, allerdings immer mit einer gewissen Portion Arschtritt Ala 77 Generation. Das Schlagzeug gibt den den Takt und textlich gibt es u.a. eine Momentaufnahme über unserer Gesellschaft, wie es zum Beispiel im Song „Fences Parma“ deutlich angesprochen wird. Aber auch der sich vermehrt eingeschlichene Oi rechtsunpolitisch, wird eine klare Absage erteilt, sowie dem Patriarchat und das Leben im Hamsterrad. Planner spielen rauen, emotionalen, kämpferischen Gitarrenpunkrock mit politisch und sozialkritischen Texten, sowie unterschwelligen Hass in ihrem Gesang. Eine feine Sache, die dem ganzen Mainstream Jupiters und Kleinstadthelden den Mittleren Finger zeigt!
turbotorben

Dört Birds – st – lp
dreckvoegel@gmail.com, doertbirds.bandcamp.com
Den Dört Birds-Button trage ich bereits seit zig Monaten, nachdem ich die Berliner Kapelle live in Oldenburg gesehen hatte, auf meiner Nietenjacke spazieren. Nun trage ich zudem regelmäßig ihre erste 12“ vom Schrank zum Plattenspieler und zurück, um mir 12x eine gehörige Portion Nackenbrecher HC Punkgekruste um die Ohren wehen zu lassen! Bereits der Opener „schlecht gefrühstückt“ zeigt musikalisch und auch textlich, wo der Hammer hängt. Eine Walze aus D-Beat crust und HC Geballer, mit einer fetten Portion RawPunk ala Ghoststreet und Rawside. Das ganze wurde laut Info innerhalb 3 Tagen eingehämmert und kann sich absolut hören lassen. Die Instrumente, der auf der 333 Stück lim. Platte, sind fein untereinander abgestimmt und der Sound ist sehr wuchtig. Die Scheibe ist ein großartiges Teil, welche ein Brücke vom RawHCpunk zum D-Beat Crust schlägt. Bis auf zwei Songs sind alle Stücke textlich auf deutsch gehalten!
turbotorben

FRONT – st – lp
http://front-punk.de
Front aus Wiesbaden spielen eine Mixtur aus alten 80er Deutschpunk und klassischen Underground Neue Deutsche Welle desselben Jahrgangs! Melodiöser Minimaldeutschpunk mit sozialkritischem Anspruch. Front sind absolut pogotauglich und müssten gerade live für jeden Punkrocker/in des älteren Semesters ein Gänsehausfeeling auf den Nacken zaubern. Wer auf aktuelle Combos wie z.B. Gruppe80 steht, sollte bei dieser Kapelle seine wahre Freude haben…insgesamt 12 Lieder gegen Frühlingsdepressionen und schleichende Korrosion!
turbotorben

RESET//MANKIND – lp
antikoerper-export.de, info@antikoerper-export.de, www.resetmankind.bandcamp.com
Die 5 Songs, welche auf dieser einseitig bespielten Platte zu hören sind, reihen sich nahtlos am 100 Stück lim. Demotape an. Reset//Mankind aus Hannover brezeln Neocrust angehauchten, melodiösen Crustpunk mit deutschen Texten. Da das ganze anstatt auf 7“, lieber auf einer einseitig bespielter 12“ Scheibe daherkommt, macht das ganze als Vinyl-Junkie besonders reizvoll. turbotorben

THE ROSEMARY´S TRIPLETS – hellbound train
www.rosemarys-triplets.com
Mit der Hellbound Train liefern die drei Psycho Rock´n´Roller aus Straußberg bereits ihr zweites Album in kürzester Zeit ab. Die insgesamt 14 Deutsch/Englischen Songs rattern wie ein alte Dampflok, locker flockig in 36 Minuten mit einer Mischung aus Psycho, Horror, Italowestern und einmal Seemanns Schifferklavier durch meine Gehörgänge. Textlich gibt’s hier typische Psychotexte von mordenden Psychopathen, den Teufeln, der Hölle und sonstig Artverwandten. Die Digipack Cd Aufmachung ist mit seiner professionellen, schwarz weiß Cover Bleistiftzeichnung Edel gestaltet.Wer auf melodischen Psychopunk mit klassischen Kontrabassrhythmen steht, kommt hier nicht vorbei. Schade das kein Textblatt beigelegt worden ist… darüber kann ich allerdings hinwegsehen und steige im nächsten Bahnhof, für eine weitere Runde noch einmal ein!
turbotorben

THE LEECHMEN – johnny 7“
www.klabautermann-records.de
The Leechmen aus Ulm bescheren uns über Klabautermann Records eine auf 300 Stück limitierte
Neongrünfarbende 7“ Vinylscheibe. Darauf befinden sich insgesamt vier absolut tanzbare Psychosongs mit einer großen Portion Horrorphantasie über u.a. Serienkiller und abgewrackte Horrordoktoren. Ein gewisse Ausnahme macht der Song Jonny, welcher (warum auch immer ich daran denken muß) von ZK kommen könnte! Soundtechnisch einwandfrei mit einprägsamen (zum Teil Südstaatenwestern ähnelten) Melodiebögen und gutem Kontrabasssound. Die Scheibe ist auf alle Fälle ein guter Soundtrack für einen richtig fetten feuchtfröhlichen Psycho Kneipenabend, wo Mensch ab und an gerne um den Barhocker tanzt!
turbotorben

HELLHEAD – st cd
www.hellhead.de
Mit ihrer Debüt Cd legen die 4 Wilhelmshavener insgesamt 11 deutschsprachig, fett produzierte, flotte und trotzdem melancholische Lieder ab. Das ganze ist gekonnt verpackt in Punk mit deutlichem Metaleinfluss welcher druckvoll, allerdings nicht nervig mit irgendwelchen Gitarrensolis daherkommt. Zudem hört man sofort heraus das es sich bei Hellhead um keine Anfängercombo handelt. Die Instrumente sind sehr fein untereinander abgestimmt und die außergewöhnliche Stimme von Sänger Mattes sticht heraus und gibt dem ganzen die eigene würzige Note. Eskalierende Vernunft trifft auf Dritte Wahl. Seit langen wieder einmal eine Kapelle aus meinem direkten Umfeld, welche mich zu begeistern vermag. Einzig alleine das Layout innerhalb des Booklets hätte stellenweise ein wenig „alter“sgerecht gestaltet werden können. Doch wer braucht schon abgedruckte Texte wenn diese klar und verständlich gesungen werden?!?
turbotorben

DIE DORKS – tyrannoplauzus fett cd
www.sn-punx.de, www.diedorks.de, lizal-dorks@hotmail.com
Soweit ich weiß handelt es sich hier um die zweite Cd der Ur (?) Bayrischen Kapelle. Insgesamt umfasst die Cd 18 Songs, welche sich nach meiner Meinung gegenüber dem Erstlingswerk ein wenig bergtypisch in Höhen und Tiefen bewegt, wobei die Höhen überwiegen. Den zwei/drei Tiefen (Tälern) würde ich den z.t. aufdringlichen Assifaktor zuschreiben, den die Combo gar nicht nötig hat. Spaß muß allerdings sein, sonst wären wir ja keine Punker sondern Spießer mit strammen deutschen Gartenzwergen. Was ich besonders bei den Dorks mag, ist die Stimme von Liza. Leicht rotzig mit allerfeinsten bayrischen Dialekt. So sticht sie gegenüber anderen Sängerinnen angenehm heraus. Zudem verstehen es die Dorks sehr melodisch, absolut Party- sowie Pogotauglich und trotzdem nicht langweilig daherzukommen und spielen den Punkrocksound der alten Schule. Gegenüber der ersten Cd treten die Dorks ein wenig mehr auf´s Gas und wie erwähnt hätten se gern ca. 3 Songs weniger drauf packen können. Verpackt sist das Booklet übrigens im schönem buntem Schnippsellayout mit allen Texten und massig Bildern! Da die Combo sehr Reiselustig ist, hoffe ich sie einmal live auf dem Punkerplatz in Oldenburg sehen zu können!
turbotorben

ABRUCH – nimmerland cd
www.facebook.com/pages/Abbruch/188253861198117
Abruch liefern auf ihrer Cd ein Peter Pan Konzeptalbum ab, welches eher für eine Kinderbespaßung als zum Punkrock geeignet ist. Hier fehlt definitiv der Rotz in der Nase sowie der Dreck an den Mundwinkeln. Die fast 60 min. Spielzeit aus einer Mischung von Ärzten und irgendwelchen Fun-Punk erinnert mich irgendwie an eine Combo vom letzten Stadtfest in Jever, wo diese, Kids zum Tanzen animiert haben und die Eltern Stolz danebenstanden um Fotos von ihren kleinen tanzenden Rotz-gören zu machten. Einige Texte von Abruch sind zwar von kritischer Natur, doch eher fürs sehr junge Publikum umgesetzt worden.
turbotorben

POWER – overthrown by vermin cd
www.horrorbiz.de
Soweit ich das nu gerade im Kopp habe ist dieses die 3te Cd der Nordlichter aus Schleswig Holstein. Wenn ich jetzt einen kleinen Vergleich zum ersten Output anstelle, fällt auf, das Power wesentlich melodischer geworden sind. Dieses merke ich besonders anhand des Gesanges. Streckenweise gehen sie vom typischen Hardcore zum melodischen Gitarrenpunkrock über. Trotzdem spielen sie sehr druckvoll und ihre insgesamt 17 Songs kommen innerhalb 17 Minuten unter. Schneller Hardcore trifft auf schnellen Punk…oder halt umgekehrt!
turbotorben

FATAL UNDERGROUND #40
geschätzte 200 seiten DINA5, 2,50 euro + porto, www.fatal-underground.de, fatalunderground_leo@freenet.de
Wenn das Fatal Underground ins Haus flattert, kann man sich auf eine längere Sitzung auf dem Porzellanthron einstellen oder einen 2 Liter Pott Tee Aufsetzen und die Couch in Beschlag nehmen. Unter mind. gefühlten 200 satte Seiten kommt das d.i.y. Copy And Paste Zine nicht aus. Von MetalGeballer Bands, welches das Hauptaugen/Ohrenmerk dieses Zines ist, bis zu Punkkapellen und Artverwandtes, kommt alles in den Seiten vor. Chefredakteur Mario schaut mit seinen Mitschreibern über den Tellerrand hinweg und gehört zum Jahrgang, als Metalheads, Punks und sonstiges auf den Straßen, Clubs etc. noch nicht so weit auseinandergedriftet waren als heutzutage! So finden sich im aktuellem Heft Interviews mit u.a. Couse Of Divorce, Document6, Unrest, Scream From Within, Deserted Fear, Cadaver Disposal auch Divakollektiv, Inge & Heinz sowie Kärbholz wieder….wobei ich persönlich mit letzteren nicht so viel anfangen kann. Dazu gibt es ein sehr interessantes Interview mit Ostmetal Hendrik und Mitschreiber „der Schlachter“ wird vorgestellt….wobei der Name ziemlich Irreführend ist, da der gute Freund selber ein eigenes (weniger blutiges, eher zartbeseitetes) Liedermaching Zine herausbringt ;-) . Mit ein wenig Konzertberichten….dies und das gespickt ist das Fatal Underground wahrlich ein fettes Zine für wenig Geld. Die Interviews sind mit Hintergrundwissen versehen und trotz der Menge an Bands wirken sie anhand der Fragestellungen etc, nie langweilig. Die Reviews wurden in dieser Ausgabe erstmals in einem gesondertem Heft zusammengetragen, welches dem Zine beiliegt….coole Idee! Fatal Underground kümmert sich erfolgreich den Untergrund wieder als unity zwischen Metal und Punk etc. herzustellen. Wer keine Böcke auf Hochglanzines wie RockHard usw. mit gepushten Bands hat, sollte hier zugreifen. Hier gibt es kein Metal von der Stange, sondern mit langen Haaren…klasse Teil – weiter so!
turbotorben

BERMONES – never mind the bermones… mcd
www.pukemusic.de
Wer produziert eigentlich noch MCD´s? Zwar ist es sicherlich um einiges günstiger als eine Vinyl 7“, doch ansehnlich ist es nicht….zumindest wenn es ohne richtiges Booklet etc. daherkommt. Aabsolut Plastiklangweilig. Genauso der Abklatsch, dass sich die Bermones nach Uhrzeiten wieder zusammengetan haben blablabla….wann kommt etwas neues? Musikalisch wurde hier krampfhaft versucht eine Punkrockyhme mit dem Namen „Punk“ zu herauszukloppen. Allerdings klingt das ganze zu glatt und aufgesetzt….da flutscht der Song von einem Ohr zum nächsten ohne sich bei mir sonderlich festzusetzen. Bei den zweiten Song dieser MCD wurde musikalisch bei den Skeptikern (Strassenkampf) geklaut um es textlich auf Straßenbahn zu umzudichten….letztes Lied „Geisterbahn“ klingt wie die Spätphase der Abstürzenden Brieftauben Mitte der 90er. Angeblich stammt dieser Song von dem Tape „Punker gehen gerne…“ von ´91. Kann sein, mir ist es egal. Am Ende gibt es nach rund 10 min. Wartezeit ein Hiddentrack, wo die Kids der Bandmitglieder „Tage wie diese“ von den Toten-Hosen Covern, was den Song nicht unbedingt besser als das Original macht. Ob die MCD wegen diesem Song Gema belastet ist? Ich weiß es nicht!
turbotorben

SCHWACH – demo tape
schwach@riseup.net
Diese Berliner HC-Kapelle bringt mich back to the 2000, wo es eine jahrelange Szenefeind-Freundschaft zwischen Aurich und Wittmund gegeben hatte. Bands wie Take A Stand und On A Bad Trip blitzen bei diesen insgesamt 6 Liedern durch. Kein Wunder, mischt Tobi, welcher u.a. bei den oberen Kapellen bereits mitgewirkt hatte, bei Schwach mit und leiht den sozialen/politischen sowie persönlichen Texten seine Stimme! Ich habe sogar gelesen das Amen81 – Hit Pit als Vergleich herangezogen wurde. Auf jeden Fall gegen Homophobie, gegen NS Hardcore und für Freundschaft! Das ganze im Soundtrack vom AmiHardcore als Lebensgefühl der ersten bzw. zweiten Generation ohne Lifestyle Tennissocken und Muskelshirts! Anstatt Moshparts das Gaspedall und anstatt Wall Of Death ein Wall Of Fun….Good Night – Auerk side!
turbotorben

LOI!CHTFEUER – demo
www.facebook.com/pages/LOichtfeuer-Punkn-Oi/423972324358021
Hier rumpelt es ordentlich im Gebälk, so das es mich an vielen Ost-Kapellen welche z.b. Mitte der 90er auf u.a. dem Sampler Grüße von der Ostfront unterwegs waren, denken läßt. Dieses muß nun nicht schlecht sein, allerdings würde Loichtfeuer ein guter tritt aufs Gasbedahl ganz gut tun. Inhaltlich/Textlich gesehen bzw. gehört, weiß ich teilweise nicht, was ich davon halten soll. Ich finde es immer wieder schade das vieles pauschal und undifferenziert in einen Topf geworfen wird. Die Antifa (welches es als“die Antifa“ gar nicht gibt) mit Antideutsch, Kommunismus und z.T. Faschismus gleich zu setzten ist doch etwas sehr weit hergeholt und könnte eher von irgendwelchen Discoschlägern kommen (welche ich als Jungspund zu Hauf kennenlernen durfte), als von einer sog. Szeneband. Ich bin kein Kommunist und gehöre nicht zu den Antideutschen, fühle mich trotzdem zum Teil persönlich angegriffen, weil ich mich mit einigen Leuten ab und an zusammen dem Naziproblem im direktem Umfeld annehmen muss und mich gleichzeitig für Freiräume (welche sicherlich auch gerne von dieser Band angenommen wird) einsetze. Ich werde mit dieses Band nicht so richtig warm.
turbotorben

DER ZITRONENHUND #1
36 seiten DINA5, zitronenhund@abwesend.de, zitronenhund.blogsport.de
Ein neues Zine im Blätterwald! Auf den Namen Zitronenhund getauft gibt es hier in schöner old school copy & paste Manier auf 36 Seiten Punkrock von zart bis hart! Mit dabei sind Peppone, Vladimir Harkonnen, We Are From Pluto….. Gespickt ist das Ganze mit kleinen feinen persönlichen Geschichten. Da wäre z.B. die Story vom Feierabend, welche sehr aufheitert und den Bezug zum alltäglichen Wahnsinn aufzeigt. Es wird in Kindheit/Jugenderinnerungen geschwelgt und den Weg der ersten eigenen Vinylscheibe beschrieben. Dabei ist es schön zu lesen, das es nicht unbedingt klischeehaft die erste Sexpistols oder irgendwelchen Glamrockkrams gewesen ist! Die Story über den Commander, der eine Wrestlingveranstaltung besucht, gibt weitere Aufheiterung. Der nächste Höhepunkt bietet das Interview mit Steff (Ugly Punk), Sebastian (Biotechpunk) und Fabian vom Truh Trash – Webzine/s. Dabei wird ausführlich über das pro/contra etc. von Webzines und dem Ganzen drum herum gesprochen. Nach dem Interview sieht Mensch die Kollegen und deren Arbeit hinter der Tastatur mit anderen Augen. Ein wenig Soundreview und eine nette Beilagen CD mit u.a. Peppone, Loser Youth, KSM40, Vladimir Harkonnen und und und runden in wahrsten der Sinne, dieses neue sympathische d.i.y. Zine mit inhaltliche ausgewogenem Stuff ab. Die Interviews sind gut geführt, der Inhalt und das Layout passt….auf Welpenschutz kann hier ganz klar verzichtet werden, den Macher Greffo ist eh ein alter Hase…zwar wird die nächste Ausgabe erst für 2018 angesetzt, doch wir wissen alle des es den meisten MacherInnen zum Glück nach der ersten Ausgabe bereits wieder in den Fingern juckt!
turbotorben

TOXOPLASMA – köter
www.aggressivepunkproduktionen.de
Ehrlicherweise, war ich anfangs skeptisch, als ich hörte, das nach ca. 20 Jahren eine neue Platte meiner alten Helden veröffentlicht werden sollte. Ihre erste Scheibe hatte ich abgefeiert. Auch ihrer zweiter output „Monsters of Bullshit“ ging noch in Ordnung, bis sie mir mit allem anderem Stuff zu melodisch/metalisch wurden und sie mir bis auf ein paar Ausnahmesongs nichts mehr bieten konnten. Damit ist nun Schluß. Mit Köter schlagen Toxoplasma eine Verbindung aus den alten Tagen zu modernen rohen wuchtigen Sound. Der Gesang klingt räudig, angepisst und aggressiv nach vorne gedrückt, während der musikalische Sound eine Deutschpunkwand ist, welche Sänger Wally im Nacken sitzt. Ab und an blitzt laut meinen Ohren sogar ein wenig alter AmiHC ala Dead Kennedy durch. 12 mal harter Deutschpunk mit nach vorne gestreckter Faust, wo manch jüngere Punkcombo sich lecker mit ihrem Midtempogepolter hinter Verstecken kann. Hier blitzt auch textlich wieder der 80er Jahrgang durch….old Punks never die! P.S.: Mitte Februar wird der erste Scheibe von Toxoplasma noch einmal von Aggressive Punkproduktionen neu aufgelegt!
turbotorben

ICARUS´DOWNFALL – elements – cd
www.facebook.com/icarusdownfall, icarusdownfall@web.de
Nach ihrer ep „leaving the mess behind“ bringen Icarus´Downfall aus Münster, auf Eigenregie, ihre erste Cd heraus. Bepackt ist die Scheibe mit insgesamt 8 druckvollen Songs zwischen Hardcore/Metalcore und melodischen Power/Deathmetal, wobei letztgenanntes durch die sehr guten Gitarrenlinien herauszuhören ist. In den knapp 28 Minuten moshen die MünsteranerIn eine ordentliche Portion Energie frei, welches durch dem hoch/tief Gesang von Sänger Michael gezündet wird. Da ich die Band vorher nicht kannte und ich mich daher ein wenig im Netz umgeschaut habe, wurde mir dort mitgeteilt, dass musikalische Parallelen zu Bands wie z.B. Black Dahlia Murder und Neaera bestehen würde. Keine Ahnung, mir sagen diese Combos nichts und es ist mir ehrlicherweise egal, da ich eh kein Metalcore Experte bin. Mir ist wichtig, was ich aktuell zu hören bekomme…und dieses geht, wenn man ein wenig über den Tellerrand Richtung Metal/Core schaut, für mich bei Icarus´Downfall absolut in Ordnung.
turbotorben

KILLBITE – brilliant hell – 10“
break the silence records, www.killbite.de, killbite@gmx.net
Killbite aus Bremen/Umland ballern mir auf ihrer 10inch Ingesamt 6 wuchtigen Metallcrustongs mit leichtem D-Beat einschlag um die Ohren. Der Gesang ist angenehm dunkel, aggressiv und hat deutliche Deathmetalstruktur. Alle Stücke behandeln persönlich/soziale Themen und sind im kleinem Textposter nachzulesen. Mittlerweile hat es bei Killbite eine Umbesetzung am Schlagzeug gegeben, wobei Ballo nun in der Schießbude sitzt. Zudem haben sich Killbite mit Sven einen zweiten Gitarristen in die Combo geholt. Dadurch wird der bereits jetzt schon fette Sound in Zukunft noch ausgereifter daherkommen. Brilliant Hell ist auf jeden Fall eine Scheibe, welche gekonnt die Brücke vom typischen Crustbeat zum passenden Metal schlägt. Das dabei auf schmerzliche Gitarrensolis verzichtet und dafür auf old school Beats gedroschen wird ergibt einen Sonderbonus…ansonsten…volle, punktgenaue eingesetzte Aggression, bekommt volle Punktzahl!
turbotorben

SVFFER – 7“
www.svffer.bandcamp.com
Svffer kommen aus dem Raum Münster und sind mir zum ersten Mal auf dem Keep The Smile Festival in Oldenburg aufgefallen. Die Dame und Herren spielen sehr flotte D-BeatGrindNoise Musik auf 45 Umdrehung. Trotz der zum, Teil hohen Geschwindigkeit schaffen Svffer es trotzdem melodischen Takt und gekonnte Songstrukturen aufzubauen und zu halten. Zudem ist es Wahnsinn, was Sängerin Leonie für ein Organ hat und dieses in den Songs herüberbringt. Gerade live ein besonderes Erlebnis. Hinter dem Schlagzeug sitzt übrigens Jahn, welcher sonst bei Unrest für den richtigen Takt sorgt! Mit dieser fast unscheinbar wirkenden vier Song 7“, geben Svffer für alle Fanatiker, welche auf gehobenen Geschwindigkeit stehen, ein großartiges Debuet ab.
Turbotorben

KRÜGER – 7“
break the silence records, www.kruegerpunx.bandcamp.com
D-Beat rules ok! Krüger aus der Tschechoslowakei knüppeln 8x kräftigen D-Takt mit männlich/weiblich Doppelgesang, wobei mit Cash and Greed ein Battle Of Disarm Cover dabei ist. Alle Texte sind mit englischer Übersetzung versehen. Ein Song kommt zudem teilweise in deutscher Sprache. Aufgenommen wurde der Stuff im Hellsound Studio und das weiße Vinyl wird in feinster d.i.y. Manier über insgesamt 12 Label vertrieben. Als ihren 16 Output unterstützen Break The Silence den Spaß, welches sich keine D-Beat LieberhaberInn entgehen lassen sollte!
turbotorben

NO FEALTY – in the shadow of the monolith – lp
break the silence records
Der Aufhänger dieser Kapelle ist sicherlich, dass einige Leutz von Nuclear Death Terror dort mitspielen. Das ist allerdings völlig egal! Von Namedropping halte ich eh nicht unbedingt viel, weil es nicht dazu beiträgt, ob ich die aktuelle Musik mag oder nicht! Trotzdem lässt es sich musikalisch sicherlich nicht unbedingt von der Hand weisen das NDT dort mitmischen. Bei No Fealty aus Kopenhagen treffen sich D-Beat und Neocrust und vermischen sich zu einem ungeheuerlichem Soundgewand welches ich aus dem Skandinavischem zuletzt bei Wolfbrigade gehört habe. Hier werden keine Kompromisse gemacht und die verdammte Bremse dieser 12 Song Soundwalze lässt sich beim Bestenwillen nur bei The Emperor Is Laughing finden, wo irgendwer zufällig die Handbremse findet, um dann sofort auf Seite b mit Animalism wieder durchzustarten! Brutal und gnadenloser Endzeitcrustcore mit dementsprechenden Texten, welche im Klappcover nachzulesen sind. Zudem finden sich diverse GastsängerInnen, u.a. Filip (Hexis), Leonie (Svffer) wieder. Das Coverartwork kommt mit einem düster, edel anmutendem Bild und verleiht der Vinylscheibe eine gewisse gehobene Note!
Turbotorben


SHUDDER & SPIT – Lunatic – lp

break the silence records
Nach ihrer 7“ bringen die fünf Nordlichter endlich ihren ersten Longplayer heraus. Herausgekommen ist eine melodisch nach vorne treibende Anarchopunkscheibe. Das Ganze ist gespickt mit sozialkritischen und persönlichen Texten. Der Gesang von Sängerin Svea erinnert mich an an eine Mischung aus der Protestera (The Struggle Continues), A Human And His Stds (The Love Machine) und Insonia (10“). Beim Song Cigarettes sind zudem kleine Gitarrensoli zu hören, welche sich wunderbar einfügen. Nach langer Zeit kann mich wieder eine klassische Anarchopunkcombo begeistern. Wer auf Skandinavischen Anarchopunk ala Operation etc. steht sollte hier auf jeden Fall einmal sein Ohr offenhalten!
Turbotorben


The Restarts – A Sickness of the Mind – lp

www.restarts.co.uk
The Restarts gehören für mich zu den Top Punkbands von der Insel nebenan. Bei jedem ihrer outputs fiebere ich diese entgegen. Natürlich gibt es immer wieder den einen oder anderen Song, welcher eher im Mittelfeld spielt und sie können ihr persönliches Rad nicht neu erfinden, entäuscht wurde ich bisher allerdings nie. Gerade der prägnante Doppelgesang hat es mir unheimlich angetan. Dazu die politischen Texte und die räudigen Riffs. Auf ihren jetzt neuem Album bedienen sie sich altbwährten harten und schnellen Sound, streuen in ein oder anderem Song einmal lockere Skaelemente ein. Die insgesamt 12 Songs gehen richtig gut rotzig rein und verbreiten gut angepisste Stimmung. Der Song „Risky Business“ wirkt mir allerdings etwas unheimlich….ich hatte mir die Scheibe, kurz vor dem kauf der Platte, aus dem Internet gezogen und immer wenn ich den benannten Song im Ohr hörte, zuckte ich zusammen. Das liegt daran, dass die Backgroundstimme im Refrain extrem nach vorne abgemischt ist, als ob eine Geisterstimme seitlich hinzusingen würde. Vielleicht ist es auch nur mein zweites ich, welches mitsingt….kann ich schlecht beurteilen. Kauft euch die quitschgelbe Vinylscheibe inkl. Downloadcode und hört selber rein…..ihr könnt mir ja bescheid geben!
turbotorben

Profit & Murder – Extreme Dislike – 10“
Daran, das diese Combo noch einmal etwas musikalisches herausbringt, hätte ich niemals gedacht. Liegt ihr letztes output doch bereits einige Zeit zurück und auch live haben sie sich rar gemacht. Nun sind sie mit kleiner Umbesetzung zurück und knallen dem ZuhörerIn brutalen abwechslungsreichen D-Beat Geballer um die Ohren. Ihre 8 Songs kommen auf 10“ Vinyl im Klappcover (inkl. Aufnäher), welches wie die Faust aufs Auge paßt. Meinem persönlichem Gefühl würden sie auf 7“ zu erdrückend und auf Longplay zu verloren herüberkommen. Dieses ist natürlich totaler Quatsch, doch das Herz läßt nichts anderes zu wenn ich u.a. dem Refrain „Uniformed Bastard“ des Songs „Truncheon Conceals Missing Brain“ innerlich Mitgröhle…..D-Beat ist halt mehr als nur ein Gefühl…es ist der Herzschlag – Pflichtempfehlung im musikalischem und optischem Sinne!
turbotorben

Moribound Scum – Redneck Execution – tape
Mal wieder ein old school Demotape, welches auf 250 Stück lim. Ist. Darauf befinden sich insgesamt 7 Songs aus einer Mischung alter D-Beat-, Hardcore- und Trashmetalkapellen. Die Braunschweiger versprühen damit eine ordentliche Abwechslung, welche mir bei vielen Neocrustbands fehlen oder Energie, welche mir bei D-Beatgrindcombos durch Eintönigkeit verloren gehen. Allein der Sound scheint den alten Verhältnissen angepaßt zu sein und macht richtig viel Freude zu hören.
turbotorben

Dr. Geek & The Freakshow – Ghoul Shock – lp
www.klabautermann-records.de

Dr. Geek & The Freakshow aus dem Saarland spielen facettenreichen Horrorpunk mit gutem Hang zu abwechslungsreichen Melodien und Gesangslinien. So gibt es auf dem Vinyl vom klassischen Horror-Psycho-Punkrocksongs zudem Stücke wie z.B. „Jack in The Box“, welches irgentwie auch als Hit von BonJovi stammen könnte, wobei dieser Song hier nicht so aufgblasen poppig daherkommt wie von den Amis gespielt werden würde. Weiterer Songs ist auf jeden Fall „Angel From Hell“, welches aus der Feder einer melodischer Streetpunkband kommen könnte. Treibener Punkrocksong ist u.a. „Six Feed Under“, während ich den Song „Horror Movie Double Feature“ wiederum eher den klassischen Horrorpunk zuordnen würde. Ein sehr gute abwechslungsreiche Scheibe wobei ich allerdings als persönlichen Negativpunkt den letzten 13ten Song benennen muß, welches mich mit Irish-Folkmässigen Acusticsound nervt. Das beim schreiben dieser Rezension draußen dunkle böse wolken aufziehen und es Gewittern zu scheint, sollte ein gutes Zeichen sein, daher empfehle ich!
turbotorben

Bad Temper – Enemies For Good – cd
www.klabautermann-records.de

Tulpen aus Amsterdam…lalala….ne, eher ordentlichen Punkrock aus Rotterdam….und zwar 14mal! Bad Temper spielen melodischen druckvollen Punkrock der mich ein wenig an typischen Ami-Punk erinnert. Die Stimme von Sängerin Ashley geht locker rein und die Texte bestechen durch ihre persönlichen Ansichten über sich selbst sowie ihr allgemeinenes Umfeld/empfinden. Das ganze wird zum Teil mit ein paar Chören innerhalb der Refrains begleitet. Dieses gibt eine gute Mischung um eine flotte Sohle auf´s Packet zu legen. Wer auf melodischen, Streetpunkrock angehauchen Stuff steht, kann hier gut und gerne bedenkenlos zugreifen und wer wiederum seiner Freundin/Freund etwas gutes tun möchte, sollte ihr/ihm auf alle Fälle lieber diese CD anstatt nen Sack voller Blumen mitbringen!
turbotorben

Punx‘n Poets – Untergang! Bald! (CD)
www.klabautermann-records.de

Punx´n Poets kommen aus dem ostfriesischem Emden, der Hochburg des Matjes und spielen ordentlichen deutschsprachigen Punkrock. Die Texte haben eine gewisse Eigenwilligkeit an Poesie und sind fern ab vom vermuteten Klischee ala BRD Punkterror und Co. Die Instrumente sind klar und gekonnt gespielt, welches sicherlich darauf zurückzuführen ist, das die vier Herren bereits in Kapellen wie z.B. Johann Janssen, Härter BSE etc. gespielt haben. Im Akkustig Stück „Im Untersten Aller Geschosse“ blitzt dann zudem noch der typisch ostfriesische Sound durch. Unlustige Textzeile ala „willst du ficken…Schneewittchen“…bei dem Lied „Märchenprinz“ wirkt mir allerdings in der Umsetzung ein wenig pubertär (der zeigt auf, dass obszönen Anmachsprüche nicht funktionieren und der Fickspruchäußernde daher nicht nicht zu seinem Ziel kommt) und passt nicht so recht zum Rest der insgesamt 12 Songs. Zudem muß ich für mich persönlich anmerken, daß die Jungs aus Emden das grottenschlechteste Cover seit langen aufzeigen, bei dem sie nicht mal nen Trostpreis gewinnen würden. Zur Strafe





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